Die Hitze der Stadt…

… ist im Sommer brutal. Sang Rainhard Fendrich bereits 1982 in einem seiner Lieder. Klimawandel und Erderwärmung haben in den letzten gut 35 Jahren nicht gerade dazu beigetragen, dass die Brutalität abnimmt. Der Sommer hat aber auch viele gute Seiten.

Wer kennt die Situation nicht?! Nach einem langen Arbeitstag im stickigen Büro oder in der prallen Sonne will man nichts lieber, als einfach nur nach Hause. Doch so leicht ist das gar nicht. Entweder man quält sich mit dem Auto durch den Großstadtverkehr, müht sich auf dem Fahrrad ab oder schwitzt gemeinsam mit mehreren Dutzend Fremden in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Daheim angekommen möchte man dann nur noch ab unter die kalte Dusche und rauf auf das gemütliche Sofa. Doch dort hinterlässt man binnen Minuten einen körpergroßen und feuchten Schweißabdruck. Also heißt es doch wieder hinaus ins Freie, wo eine leichte Windbrise oder der Schatten von ein paar großen Bäumen für ein wenig Abkühlung sorgen. Denn schließlich will der Sommer auch genutzt werden. In den drei Monaten bietet die Wien viele Möglichkeiten, die es das restliche Jahr über nicht gibt.

Lauer Sommerabend mit Freunden

Ob am eigenen Balkon, im nahegelegenen Park oder am Ufer des Donaukanals – sommerliche Abende verbringt man am besten in der Gesellschaft von guten Freunden. Schnell ein paar kühle Flaschen Mineralwasser und Snacks in einen Korb oder eine Tasche geworfen und schon geht es los. Bis spät in die Nacht erzählt man sich von vergangenen Sommerabenteuern und erörtert Urlaubspläne.

© Ian Ehm // friendship.is

Schöne grünblaue Donau

Wenn die Schwimmbäder der Stadt aus allen Nähten zu platzen drohen und die Wassertemperatur der Alten Donau sich dem Siedepunkt nähert, hilft nur noch eines: ein Sprung in die Fluten des Donaustroms. Beim Eintauchen in das grünblaue Wasser breitet sich sofort ein Gefühl der Kühle und Zufriedenheit im ganzen Körper aus und zaubert ein Lächeln auf jedes Gesicht.

© Nina Keinrath // friendship.is

You scream, I scream we all scream for ice cream

Bei der ganzen Hitze hält sich der Hunger meist in Grenzen. Ein kleiner Salat oder ein bisschen Obst sind oft genug. Für alle die trotzdem nicht abnehmen wollen: Einfach das Abendessen durch ein Stanitzel Eis oder einen Eisbecher ersetzen. Stracciatella, Coup Dänemark und Bananensplit schmecken sowieso am besten, wenn das Thermometer mehr als 30 Grad Celsius anzeigt.

© Ian Ehm // friendship.is

Sommerzeit ist Kinozeit

Nicht wenige flüchten im Sommer vor der Hitze in die kühlen Kinosäle. Da ist die Sonntagsmatinée besser besucht als die 20.15-Uhr-Vorstellung am Kino-Montag. Noch besser ist es aber, den Sonnenuntergang abzuwarten und danach einen Film in einem der zahlreichen Freiluftkinos der Stadt zu genießen – egal ob auf einem Gebäudedach hoch über dem Gürtel, mitten im Park oder in einem herrschaftlichen Garten zwischen altehrwürdigen Gebäuden.

© Jana Sabo // friendship.is

Alles Aktivitäten, die sinnvoller sind, als ständig über den Sommer und seine Hitze zu jammern. Den Selbiger ist schneller vorbei, als einem lieb ist und es folgt die dunkle Zeit des Jahres mit ihrer Kälte, über die es sich viel besser sudern lässt.

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