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Digital Detox 2: So machst du es richtig – ohne Verzicht

So einfach kannst du Digital-Detox in deinen Alltag einbauen – und davon profitieren.

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Digital Detox ist nicht nur Verzicht, die digitale Entgiftung gibt uns vor allem viel wertvolle Zeit zurück. Im 2. Teil unserer Detox-Serie verraten wir dir, wie du deinen richtigen Weg zwischen On- und Offline findest.

Mann liegend im Gras

Wenn du den ersten Blogartikel der Serie gelesen hast, kennst du dich ja bereits mit dem Thema Detox aus – zumindest, was die Entgiftung unseres Körpers mit köstlichem Detox-Wasser betrifft. 😉

Auch, wie du digitale Entgiftung mit 5 Tipps leicht in den Alltag integrieren kannst, haben wir bereits auf unserem Blog erklärt (http://www.roemerquelle.at/blog/digital-detox-5-tipps-3/)..

Jetzt beantworten wir noch weitere wichtige Fragen zum Thema Digital Detox:

  • Wie viel Verzicht ist gut, um das Leben offline wieder bewusst genießen zu können?
  • Müssen wir unser Handy ab jetzt immer zu Hause lassen oder haben wir versagt, wenn wir es nicht länger als einen halben Tag ohne Facebook aushalten?

Mit diesen Tipps erfährst du, wie oft du auf dein digitales Equipment verzichten solltest und wo du Unterstützung findest.

Warum Digital Detox?

„Wir leben in einem technologischen Universum, in dem wir immer kommunizieren. Und doch haben wir Konversationen für bloße Verbindungen geopfert.“

warnt Sherry Turkle, die sich als Psychologin seit dem Aufkommen der Mobiltelefonie mit modernen Technologien und deren sozialen Auswirkungen beschäftigt. Dadurch würden wir ihrer Meinung nach verlernen, richtige zwischenmenschliche Konversationen zu führen.

„Der neue Leitsatz lautet ‚Ich teile, also bin ich.’
Sherry Turkle, Psychologin

FOMO – Die Angst, etwas zu verpassen

Zurückzuführen lässt sich die digitale Abhängigkeit vor allem auf sogenannte FOMO (= fear of missing out), also die Angst, etwas zu verpassen.

Mittlerweile hat sich dazu eine Gegenbewegung entwickelt: Immer mehr Menschen merken, dass online zu sein zu einem regelrechten Zwang wurde, der auf Dauer nicht gut tut – im Gegenteil. Nach den USA gibt es auch in Deutschland inzwischen eigene Digital-Detox-Camps, in denen die Teilnehmer wieder zu mehr Gelassenheit, Kreativität und Produktivität finden wollen, indem sie komplett auf ihre digitalen Begleiter verzichten und damit FOMO ein Ende setzen.

Handy-Verbotsschild

Keine Sorge, in ein Camp wollen wir dich aber nicht gleich schicken 😉 Es helfen bereits kleine Schritte dabei, sich von der digitalen Sucht zu befreien. Wie oft oder wie lange du darauf verzichten solltest, online zu gehen, bestimmst du selbst: Die richtige Dosis ist individuell, darin ähneln sich digitales und ernährungsbezogenes Detox – eine Zauberformel gibt es nicht.

Schnelltest: Hast du FOMO?

Diese 4 Indizien sprechen stark dafür, dass du dein Online-Verhalten reduzieren solltest:

  1. Nach dem Aufwachen checkst du als erstes deine Nachrichten und deine Social Media-Kanäle.
  2. In öffentlichen Verkehrsmitteln hast du dein Handy eigentlich immer in der Hand.
  3. Wenn du mit Freunden in einem Lokal etwas trinken gehst, liegt dein Handy auf dem Tisch.
  4. Der Gedanke, im Urlaub für eine Woche kein Internet zu haben, stresst dich.
  5. Du hast das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn du einen Tag nicht online bist.

Zwar ist es keine Krankheit, zwanghaft auf sein Handy zu schauen, aber dennoch ein Suchtverhalten.  Das liegt daran, dass dein Gehirn das Belohnungszentrum aktiviert, wenn du eine neue Nachricht bekommst – deswegen warten wir ständig darauf, neue Nachrichten zu erhalten. Das hat Konsequenzen: Studien belegen, dass Menschen unzufriedener sind und sich in einem permanenten Unruhezustand befinden. Schon Kinder fühlen sich dadurch gestresst (Studie: sciencev2.orf.at/stories/1763380/index.html)

Bewusstes Reduzieren – so geht’s

Dabei geht es gar nicht darum, komplett auf das Smartphone zu verzichten, sondern vor allem um eine bewusste Reduktion. Wie du dabei vorgehst, musst du Schritt für Schritt für dich selbst entscheiden.

Beginne am besten damit, dein Handy in der Tasche zu lassen und über mehrere Stunden hinweg nicht darauf zu schauen, wenn du einen Nachmittag zuhause oder mit Freunden unterwegs bist.

Weitere Schritte, die du ganz einfach in deinen Alltag einbauen kannst, findest du hier: www.roemerquelle.at/blog/digital-detox-5-tipps-3/.

Diese Tipps helfen dir dabei – und zwar online:

Detox-Apps

Das Handy ist dein größtes Laster? Dann lass dir vom Übeltäter selbst helfen und installiere Apps, die soziale Medien blockieren oder dir dein persönliches Online-Limit setzen. z.B. „Rescue Time“ oder „Freedom“.

Beruhigende Websites

Wenn du in der Arbeit nicht auf das Internet verzichten kannst, solltest du zwischendurch statt auf dein Smartphone, hier vorbeischauen: Calm hilft dir, entspannt und fokussiert zu bleiben. Wie? Mit dem, was auch in der Realität hilft: Bilder von Bergseen oder Weizenfeldern, untermalt mit angenehmen Klängen.

grüne Berglandschaft

Die Erkenntnis, dass nach einem Digital Detox-Tag nichts Weltbewegendes passiert ist, kann es dir erleichtern, zukünftig öfter so einen Tag einzulegen. Und wer weiß, vielleicht wirst du schon bald in den Genuss etwas zu verpassen, also des „Joy of Missing out“ kommen 🙂

Spüre das Leben!
Mit Römerquelle.

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