Erobere deine Stadt

Sport im Freien ist gesünder als Sport in geschlossenen Räumen. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Und das wiederum ist eine inflationär gebrauchte Floskel und Todschlagargument zugleich. Aber eines steht fest. Draußen ist schöner als drinnen – auch in der Großstadt.

Es gibt Menschen, die eilen auch im Sommer ins Fitnessstudio. Denn auch im heißen Sommer ist Bewegung wichtig. Allerdings nur mit Maß und Ziel, schließlich wird der Kreislauf bei hohen Temperaturen besonders beansprucht. Jetzt ist es aber so, dass es sich auf der Neuen Donau irgendwie feiner rudert, als in der Kraftkammer und beim Radfahren am Donaukanal bewegt man sich tatsächlich fort, während das Spinning Bike im Fitnessraum verharrt. Wer sich seine Stadt sportelnd erobern möchte, braucht aber nicht unbedingt ein Rennrad aus Carbon oder ein Ruderboot aus Kohlefaser. Auch muss es nicht gleich sportliche Aktivität im Ausmaß einer Tour de France-Etappe sein oder auf dem Niveau des Boat Race zwischen den beiden Universitäten Oxford und Cambridge sein.

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Angeblich ist ja Eigentum die beste Maßnahme gegen Altersarmut, aber halt trotzdem nicht immer zielführend. Denn wer braucht schon ein eigenes Ruderboot, wenn man es sich beim Bootsverleih auch ausborgen kann. Mit Fahrrädern verhält es sich ähnlich. In Wien gibt es genügend Leihstationen. Wer das beste aus beiden Welten vereinen will, der nimmt sich ein Tretboot.

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Wer trotzdem für die Eigentumswohnung oder das Haus im Grünen sparen möchte, der greift auf Sportarten zurück, bei denen der Verleih der Sportgeräte nichts kostet. In der Stadt gibt es mehrere Orte an denen man sich Kugeln für eine Partie Boule oder Hölzer für eine Runde Kubb – das oft auch etwas despektierlich Wikinger-Schach genannt wird – leihen kann. Ganz ohne Bezahlung nur gegen Hinterlegung einer kleinen Kaution.

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Öffentliche Plätze

Wer es nicht so mit Kugeln und Hölzern hat, sondern Bälle in verschiedenen Größen bevorzugt, der sollte sich auf den Weg in die Parks der Stadt machen. Dort warten Beachvolleyballplätze und Tischtennistische darauf, bespielt zu werden. Dazu braucht es nicht mehr als einen Ball. Und gemäß dem Fall man möchte beim Tischtennis den Ball nicht mit der bloßen Handfläche über das Netz prügeln, auch noch zwei Schläger.

Ganz ohne

Aber auch für die Puristen bietet sich die Möglichkeit die Stadt sportlich zu erobern. Egal ob man sich beim Parkour Sitzbänke, Stiegen und ähnliches zu Hindernissen macht, die übersprungen werden müssen oder ob man einfach die Stadt laufend neu entdeckt. Beides erfordert keine wirkliche Ausrüstung, sondern nur ein bisschen Neugierde auf etwas Neues. Und wer es ganz reduziert mag, der läuft im Stile Abebe Bikilas. Der stellte bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom eine Weltbestzeit über die Marathondistanz auf – ganz ohne Schuhe.

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Sommersport in Wien

  • Boule an der Summerstage, Roßauerlände 17
  • Tischtennis im 1. Bezirk, Beethovenpark
  • Parkour-Kurse bei RAW Movement, kontakt@raw-movement.at
  • Lauftraining im Prater, Prater-Hauptallee

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